Pfarrei St. Teresa am Main stellt Immobilienstrategie vor
Gebäudekonzept schafft Klarheit für zukünftige Nutzung kirchlicher Gebäude
Die Pfarrei St. Teresa am Main hat am Freitag, 27. Februar 2026, den Mitgliedern ihrer Gremien und Teams die Ergebnisse ihrer Kirchlichen Immobilienstrategie (KIS) vorgestellt. In einem mehrjährigen Prozess wurden alle Gebäude der Pfarrei systematisch erfasst, bewertet und hinsichtlich ihrer zukünftigen Nutzung eingeordnet. Ziel ist ein verantwortungsvoller und zukunftsfähiger Umgang mit den Immobilien der Kirche. Mit dem Konzept stellt die Pfarrei die Weichen für Zukunft.
Die Pfarrei verfügt über insgesamt 30 Gebäude an sechs Kirchorten – darunter Kirchen, Kapellen, Gemeindehäuser, Pfarrhäuser, Wohngebäude und Kindertagesstätten. Gleichzeitig besteht ein erheblicher Instandhaltungsbedarf: Allein für die kommenden zehn Jahre wird der bauliche Investitionsbedarf auf mehr als elf Millionen Euro geschätzt. Vor diesem Hintergrund hat eine Arbeitsgruppe der Pfarrei mit Vertreterinnen und Vertretern aller Kirchorte gemeinsam die Gebäude nach pastoraler Bedeutung, wirtschaftlicher Tragfähigkeit, personellen Ressourcen und ökologischen Kriterien bewertet.
Die Gebäude wurden anschließend in verschiedene Kategorien eingeordnet: Gebäude der Kategorie A bleiben langfristig notwendig und werden erhalten. Gebäude der Kategorie (A) gelten derzeit noch als notwendig und werden in einigen Jahren erneut überprüft. Gebäude der Kategorie B sind nicht unbedingt notwendig, können aber bei entsprechendem Engagement vor Ort weiterhin genutzt werden. Gebäude der Kategorie D werden perspektivisch aufgegeben oder veräußert. Gebäude der Kategorie E erfüllen besondere Funktionen, etwa als Renditeobjekt oder aufgrund rechtlicher Besonderheiten.
Pastorale Perspektive bleibt erhalten
Insgesamt wurden – ohne vier Kindertagesstätten – 26 Gebäude klassifiziert. Davon wurden 12 Gebäude (46 Prozent) als langfristig notwendig eingestuft, 3 Gebäude (12 Prozent) der Kategorie B zugeordnet, 8 Gebäude (31 Prozent) der Kategorie D und 3 Gebäude (12 Prozent) der Kategorie E.
Ein zentrales pastorales Ergebnis des Konzeptes: In jedem Ort der Pfarrei bleibt weiterhin ein Gottesdienststandort erhalten. Gleichzeitig sollen pastorale Aktivitäten stärker gebündelt und Gebäude intensiver gemeinsam genutzt werden.Die Kindertagesstätten sind im KIS-Konzept nur insofern berücksichtigt, als sie mit anderen Pfarreigebäuden verbunden oder im Rahmen von Verkäufen mitbetroffen sind. Ansonsten sind die Kitas in dieser Betrachtung außen vor.
Klassifizierung der Gebäude
Am Kirchort St. Gallus in Flörsheim bleiben die Pfarrkirche St. Gallus sowie das Pfarrhaus mit dem zentralen Pfarrbüro langfristig erhalten (Kategorie A). Die Kriegergedächtniskapelle sowie die Christkönigskapelle wurden der Kategorie B zugeordnet. Das Galluszentrum sowie das Gelände in der Grabenstraße mit der die Sozialstation, der die Kindertagesstätte St. Michael sowie dem das Wohngebäude St. Josef wurden der Kategorie D zugeordnet und sollen zeitnah aufgegeben und veräußert werden. Wobei die katholische Trägerschaft der Kita St. Michael erhalten bleiben soll.
Am Kirchort St. Josef in Flörsheim bleibt das Gebäude der die Kirche St. Josef langfristig erhalten (Kategorie A), wird aber von einer Kirche in das neue Gemeindezentrum der Stadt Flörsheim (als Ersatz für das Galluszentrum) umgewandelt. Das Pfarrhaus St. Josef wurde je nach zukünftiger Nutzung mit A (als Ergänzung zum neuen Gemeindezentrum) oder E klassifiziert.
Am Kirchort Maria Himmelfahrt in Weilbach bleibt die Kirche Maria Himmelfahrt erhalten (Kategorie A). Auch das Kita- und Gemeindezentrum wurde als notwendig eingestuft (Kategorie A). Das Pfarrhaus wurde der Kategorie D zugeordnet und soll aufgegeben werden. Das Wohngebäude in der Brahmstraße bleibt als wirtschaftlich tragfähiges Renditeobjekt erhalten (Kategorie E).
Am Kirchort St. Katharina in Wicker bleiben die Kirche St. Katharina sowie das Gemeindehaus erhalten (Kategorie A). Das Pfarrhaus wurde der Kategorie D zugeordnet und wird aufgegeben. Die Kindertagesstätte St. Katharina bleibt weiterhin in Trägerschaft der Kirchengemeinde - sie wurde gerade erst als Ersatzneubau errichtet.
Am Kirchort St. Bonifatius in Hochheim wurden sowohl das Gemeindezentrum als auch das Pfarrhaus als derzeit noch notwendig eingestuft (Kategorie (A)). Die Trägerschaft für diese Immobilien soll in Zukunft komplett durch die Stiftung St. Bonifatius erfolgen.
Am Kirchort St. Peter und Paul in Hochheim bleiben die Kirche St. Peter und Paul sowie das Pfarrhaus langfristig erhalten (Kategorie A). Das Gemeindehaus Wilhelmstraße wurde der Kategorie B zugeordnet (hier wird eine Neuordnung der Trägerschaft angestrebt). Das ehemalige Küsterhaus sowie ein weiteres Wohngebäude wurden als Sonderobjekte der Kategorie E eingestuft. Das Mutter-Anna-Haus der Kategorie D zugeordnet.
Nächste Schritte
Nach der Vorstellung des Konzeptes in den Gremien der Pfarrei wird dieses nun weiter beraten. Die endgültige Beschlussfassung ist vor der Sommerpause 2026 vorgesehen.